Der Wielhof

Umbau und Sanierung

Die Aussenvoliere ist fertig!

Gitterkasten
Vor den Innenvolieren wurde nun (endlich) die Außenvoliere fertiggestellt. 11,20 m lang, 3,00 m breit und 2,40 m hoch - vorläufig noch spärlich eingerichtet - aber Platz zum (f)liegen.
Licht- und Flugfläche
Direkt an den angebauten "Wintergarten" mit den UV-durchlässigen Lichtdächern wurde die Außenvoliere angeschlossen. Die Voliere erstreckt sich über alle drei Innenvolieren und gestattet so den Zugang aus allen Volieren nach draußen.
Ein Drittel / Zwei Drittel
Der Boden der Außenvoliere wurde vor zwei der drei Volieren gepflastert - das schützt vor Wühlmäusen, ist leichter zu reinigen und passt zum Gesamtbild des Hofes. Ein Drittel wurde als Rasenfläche gestaltet - gut als Untergrund, wenn in der Außenvoliere "geduscht" wird und ein interessante Untergrund für die Vögel die's interessiert. Damit in diesem Teil der Voliere keine Wühlmäuse oder ähnliche "Erdreichbewohner" erscheinen, wurde der Rand mit Beton und Pflastersteinen eingefasst. Auf die Einbringung von feinmaschigem Draht in die Erde wurde verzichtet - wir denken, es geht auch so.
Einblick
Kaum zu sehen in der Tiefe, aber die Papageien sind draußen ... Die gefiederten Bewohner genießen den Aufenthalt im Freien und hatten vom ersten Augenblick an keine Probleme mit der neuen Außenvoliere - die 6x größer ist als die bisher genutzte Übergangslösung.
Verträglich
Den Außenraum teilen sich 6 Rosakakadus und ein Paar Weißhaubenkakadus, Rein rechnerisch stehen jedem Papagei damit mehr als 4,2 m² Fläche persönlich zur Verfügung. Viel Platz um sich aus dem Weg zu gehen. Da es sich aber um Schwarmtiere handelt, ist der persönliche Freiraum nur ein theoretischer Wert - die Rosas klucken meist zusammen und die Weißhauben halten ebenfalls Tuchfühlung. Alle Bewohner kennen sich seit Jahren und kommen im gemeinsamen Raum gut miteinander klar.
Formationsflug
Größere Äste & Sitzgelegenheiten wurden nur im hinteren Teil der Voliere installiert. Damit entsteht im vorderen Teil ein freier Flug-Korridor, der ausgiebig genutzt wird. Rosakakadus sind geschickte Flieger und nutzen jeden verfügbaren Winkel für ihre Flugmanöver - nur mit geordnetem Formationsflug klappt's noch nicht so richtig.
Gründerpopulation
Paco & Emma waren die Vorhut der nun bei uns lebenden Papageien. Die beiden sind ein Paar, kommen aber mit dem Rest der Bande sehr gut aus und schätzen die "Stärke in der Gruppe". Paco fungiert als Schwarm-Chef in der Rosa-Gruppe und führt das Kommando mit ruhiger Kralle. Emma zickt sich gelegentlich mit den anderen Schwarm-Mitgliedern, meint's aber nicht so ... sicher.
Hangin' out
Ein Papagei ist kein Papagei. Schwarmtiere brauchen für ihr Wohlbefinden und ihre gesunde Entwicklung den Austausch mit anderen Artgenossen - und weil's auch bei Papageien "menschelt" muss das nicht immer nur friedlich sein. Unsere Papageien haben die Hierarchie schon lange untereinander geklärt und strenge Verweise gibt's nur noch bei unverschämten Grenzüberschreitungen - meist pflegt man sich gegenseitig das Gefieder und Probleme am Futternapf gibt's sehr selten.
Zugezogen
Die Hälfte unserer Papageien sind sog. Abgabetiere - also Papageien, die bereits eine Vor(Besitzer)geschichte haben. Unsere Henne "Onkel Tom" ist mit ihrem "Eddy" im Mai 2011 zu unserer Gruppe gestoßen. Eddy & Onkel Tom sind bereits 18 und 21 Jahre alt, konnten aber in ihrem ersten zuhause nicht mehr bleiben und leben nun in der 6-er Rosakakadu-Gruppe. Alle Papageien sind handzahm und fordern gelegentlich auch mal Streicheleinheiten vom "Betreuungspersonal" ein.
Weiße Haube + Kakadu = Weißhaubenkakadu
Yopi - hier im Bild - genießt ebenfalls den Aufenthalt unter freiem Himmel. Auch Yopi ist ein Abgabetier aus einem Tierheim das uns anvertraut wurde. Die Dame ist sehr charakterstark - über ihr Vorleben wissen wir leider sehr wenig und ihr Alter lässt sich nicht präzise schätzen. Nach ihrer körperlichen Verfassung zu urteilen ist Sie irgendwas zwischen 15 und 35 Jahre alt, unverletzt, voll flugfähig, dickköpfig, gelehrig und die "Diva" im Kreise der Gefiederten.
Spricht der?
Unsere Vögel "sprechen" ungefähr so gut wie wir Menschen fliegen können ... Unsere Vögel sollen nicht "sprechen" - das wäre ohnehin nur ein Nachahmen und hat mit "Ausdruck" nichts zu tun. Balu hat jedoch bei seinen Vorbesitzern ein paar menschliche Worte aufgeschnappt, die er gelegentlich zum Besten gibt. Ansonsten ist dieser 22-jährige Hahn im besten Alter und hat hoffentlich noch 40 gute Jahre vor sich - die Lebenserwartung von Weißhaubenkakadus in Gefangenschaft liegt bei ca. 60 Jahren.
Rabauke
Balu mag's laut - besonders, wenn er selber die Lärmquelle ist. Was ein echter WHK-Hahn ist, der muss auch mal auf die Pauke hauen und der Welt zeigen wer hier eigentlich das geschnittene Brot erfunden hat. Vor Publikum und unter freiem Himmel läuft er gelegentlich zu Hochform auf und gibt dann gerne bekannt, dass er jetzt erreichbar ist - und nicht nur schläfrig aus seiner Baumhöhle schielt.
Kleine-Kakadu-Kunde
Kakadu-Hähne haben meist eine sehr dunkle Iris - das Auge erscheint dadurch fast schwarz und die Pupille ist kaum zu erkennen. Bei Hennen ist die Iris rotbraun und daher besser zu sehen. Können diese Augen lügen? - Ja, können sie!
Ein Mensch kann eine Beißkraft von bis zu 80 Kg/cm² entwickeln - aber können Sie ein Stromkabel durchbeißen? Der Schnabel eines Weißhaubenkakadus kann das. Wobei der Unterschnabel mit seinen messerscharfen Ecken den gefährlicheren Teil darstellt. Die Spitze des Oberschnabels sieht zwar bedrohlich aus, ist aber im Vergleich zur enormen Druckkraft des Unterschnabels harmlos.
Ungestüme Kinderhände können im Umgang mit Kakadus ernsthafte Verluste erleiden - "...da waren's nur noch 9".
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Streitschlichter
Yuma - unser jüngster Rosakakadu-Hahn - mag's gern harmonisch und geht immer beschwichtigend dazwischen wenn's auch nur nach Ärger riecht. Dieser Hahn ruht in sich und ist mit allen anderen bestens befreundet.
Paco's bester Kumpel und Emma's bester Freund ist mit Shima verpaart und kümmert sich rührend um sie.
Startfreigabe
Auch die Weißhauben nutzen den Flugraum in der Außenvoliere.
Im Vergleich zu den Rosakakadus sind Weißhaubenkakadus - allein wegen des doppelten Körpergewichtes - keine sehr gewandten Flieger auf engem Raum. Dennoch kann hier einmal auf 10 Metern ordentlich Wind unter die Schwingen genommen werden - und Vögel müssen fliegen!.
Schnabelwerker
Auch bei den Kakadus tendieren die Hähne zur Erledigung der Arbeit währen die Hennen zusehen ;-))
Shima und Yuma bearbeiten hier den geborstenen Hauklotz unseres Nachbarn und gestalten ihn nach ihren Vorstellungen um.
Wir versuchen auch in der Außenvoliere den Papageien Beschäftigungsmöglichkeiten anzubieten die meist gerne angenommen werden.
Immer im Blick
Von der Terrasse aus haben wir die Voliere und deren Insassen immer im Blick - umgekehrt aber auch.
Das Leben im Innenhof wird von Menschen, Katze, Hunden und Papageien sowohl gestaltet als auch beobachtet - jeder wie er gerade mag ...